Erfahrungsbericht Uni Bremen

Breon Erfahrungsbericht Uni Bremen

Das Institut für Umweltverfahrenstechnik (IUV) der Universität Bremen versteht sich als universitärer Dienstleister in der Lehre und Ausbildung von Ingenieuren und Akademikern in den Ingenieurs-wissenschaften. Die Finanzierung des Forschungsinstituts erfolgt weitestgehend über Drittmittel. Ingenieursdienstleistungen auf dem Gebiet der angewandten Forschung und der Übertragung von Forschungsergebnissen in die Industrie stellen daher einen größeren Teil der Arbeiten dar.

Dieses Profil wird speziell im AiF-Projekt „Auslegungsstrategien für industrielle Mehrphasen-Schlaufenreaktoren“ deutlich. Projektziel ist es, für die einfachere und sichere Auslegung von strömungstechnischen Mehrphasenkontaktapparaten (Schlaufenreaktoren) kleinen und mittelstän-dischen Unternehmen (kmU) Auslegungsunterlagen und -strategien bereitzustellen.

Die Beschreibung des Stofftransports von Gasen in Flüssigphasen soll präziser beschrieben werden und so ökologisch als auch ökonomisch nachhaltigere Produktionsprozesse ermöglichen, deren Prozesse möglichst am optimalen Betriebspunkt laufen. Auf der Basis umfangreich vorhandener wissenschaftlicher Literaturdaten basierend auf Modellsystemen wird eine Übersicht geschaffen, die es ermöglicht, Forschungsbedarf zu erkennen und Lücken im Verlaufe des Projektes zu schließen. Beispielsweise basieren viele der oben genannten Modellsysteme auf dem Stoffübergang von Sauerstoff aus Luftblasen in Wasser, da dies ein einfach zu verwendendes und chemisch ungefährliches System ist.

Für die Industrie sind solche Daten jedoch nur mittelbar einsetzbar, da sie u.a. Lösungsmittel einsetzt, deren Stoffeigenschaften sich sehr von den in der Literatur verwendeten Systemen unterscheiden. In dem Projekt werden auf Basis des anerkannten Wissens gezielt Untersuchungen durchgeführt, die den Anforderungen der industriellen Praxis besser genügen, um eine sichere Auslegung für Mehrphasenkontaktapparate zu ermöglichen.
Die Firma ANTECH GmbH & Co.KG unterstützt das Projekt einerseits durch direkte Mitarbeit in dem projektbegleitenden Ausschuss und andererseits mit ihrer „Selbstmanagement-Software“- breon. Die Software breon verbindet Informationen, Daten, Dokumente und Kontakte auf eine selbsterklärende Weise und setzt sie über eine assoziative Stichwortzuordnung in einen schnell verständlichen Kontext. Sowohl das sehr umfangreiche projektbezogene Messdatenmanagement als auch Projektmanage-ment wird durch die Software unterstützt.

Konkret bietet breon in diesem Projekt die Möglichkeit eine sich akkumulierende und selbst steuernde Wissensdatenbank aufzubauen, mit der neue Mitarbeiter und Studenten schnell und effektiv am Institut vorhandenes Basiswissen gelangen. Externe Dateien und Quellen können in der Datenbank abgelegt werden und mit Stichworten versehen werden, womit auch eine schnelle Einbindung von Informationsquellen aus dem Internet und öffentlichen Datenbänken gegeben ist. Sowohl die Arbeit mit vielen unterschiedlichen Informationsressourcen wird auf diese Weise stark vereinfacht, als auch die Einbindung der in jeder Firma oder an jedem Institut historisch gewachsenen Wissensstrukturen. Der Einarbeitungsaufwand kann somit deutlich verringert werden und wertvolle Arbeitszeit schneller in projektbezogene Tätigkeiten fließen.